5. April 2019

Zwischen Vanilleeis und Avocadotoast – Die Eismanufaktur mit Wohlfühlgarantie!

Außergewöhnliche Eiskreationen, leckeres Frühstück und eine Wohlfühlatmosphäre, die nach wenigen Augenblicken für gute Laune sorgt! So haben wir die Eismanufaktur in Herdern rund um Simon Spillmann und sein Team bereits letztes Jahr wahrgenommen und kennengelernt. Nach fast einem Jahr besuchen wir die Eismanufaktur erneut und erfahren das Geheimnis seines beliebten Vanilleeises und finden heraus, was die Eismanufaktur so außergewöhnlich macht. [Anzeige]

Es ist ein früher Sonntagmorgen, als wir durch die Sandstraße laufen und die Sonnenstrahlen genießen. Lächelnd empfängt uns Simon Spillmann, der Inhaber der Eismanufaktur. Dass seine gute Laune nicht allein vom guten Wetter und den sprießenden Blumen kommt, wird spätestens im Interview deutlich. Denn wir stellen fest: Simon liebt seinen Job und die Tätigkeiten rund um das Eiscafé! Allgemein verspüren wir eine herzliche und sehr entspannte Atmosphäre, die direkt Lust macht, den morgendlichen Kaffee zu trinken und in den Tag zu starten.

Wir bemerken schnell, dass wir mitunter die ersten Gäste im Eiscafé sind – das liegt bestimmt an der frühen Uhrzeit. Als wir uns setzen, wird uns gleich ein knuspriger Avocadotoast mit frischem Lachs serviert und Pancakes mit selbst gemachter Soße aus erlesenen Beeren gereicht. Nach dem ersten Bissen finden wir: Die Küche hat ein Lob mehr als verdient!

Für dieses leckere Frühstück gab es ein Lob an die Küche! Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Wie Simon die Liebe zum Eis entdeckte und sein Café eröffnete

Uns interessiert zunächst, wie Simon auf die Idee kam, ein eigenes Eiscafé zu eröffnen. Dabei bemerken wir, dass die Liebe zum Eis und dem Handwerk nicht von ungefähr kommt. Schon mit 16 Jahren jobbt Simon in einem Eiscafé in Kirchzarten. Obwohl ihm die Arbeit in dieser Branche Spaß macht, geht Simon den klassischen Weg: Zivildienst, reisen, studieren. Seinen Traum, irgendwann einmal ein eigenes Eiscafé zu eröffnen, behält der Freiburger dennoch im Hinterkopf.

Schnell merkt Simon, dass ihm das Studium der Interkulturellen Studien keinen Spaß bereitet. Den Heimatverliebten zieht es wieder in den Schwarzwald. Erneut fängt Simon an, im Eiscafé zu arbeiten. Ihm wird sogar angeboten, den Laden zukünftig zu übernehmen. Angefangen von dem Handwerk, Eis herzustellen, über Personal und Bestellung bis hin zur Buchhaltung lernt Simon alles. Gemeinsam mit der Tochter des Geschäftsführers übernimmt Simon Anfang 2017 die Limette im Freiburger Stadtteil Vauban. Auch wenn ihm die Arbeit Spaß macht und er die Philosophie des Eiscafés teilt, so war es doch nie „seins“. Simons Plan: Einen eigenen Laden eröffnen.

Das Konzept ist simpel und dennoch genial. „Wo würde ich als Gast gerne hingehen?“, überlegt sich der gebürtige Freiburger. Für ihn spielt es eine zentrale Rolle, um 8 Uhr morgens den ersten Espresso trinken zu können und mittags etwas Warmes zu essen. Er will mit dem Café einen Ort bieten, wo entspannt gearbeitet werden und man sich auf ein Eis oder Glas Wein treffen kann. Sein Konzept geht auf. Seit der Eröffnung im Juni 2018 sorgt die Eismanufaktur für zufriedene Kunden und gute Laune!

Simon fühlt sich bei der Arbeit sichtlich wohl. Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Was sich seit der Eröffnung getan hat und Simons Überraschungs-Moment
Seit unserem letzten Besuch der Eismanufaktur habe sich am meisten hinter den Kulissen geändert, stellt Simon fest. Nach dem Rekordsommer 2018 wurden viele anfangs gebrauchte und alt gekaufte Maschinen ausgetauscht. Die Karte der Eismanufaktur wurde nur minimal verändert. Neben dem Avocado-Frühstück wird nun auch Kuchen seiner Freunde vom Chocodoro in Merzhausen bezogen. Ändern musste Simon an seinem Konzept jedoch nichts. Schließlich wird das täglich frisch hergestellte, leckere Eis mit den besten Zutaten gut angenommen. Seine persönliche Überraschung war, dass die Eismanufaktur auch in den Wintermonaten als Café angenommen wurde. Damit hätte Simon nicht so schnell gerechnet.

 

Was die Eismanufaktur so einzigartig macht

Um sich von der breiten Masse abzuheben bedarf es an Kreativität und Eigenständigkeit. Simon kommt es vor allem auf regionale Zutaten an und dass er selbst mit anpackt. Das Eis macht er selbst und besteht darauf, keine zusätzlichen Pasten zu kaufen.

„Alles wird handwerklich selbst gemacht.“ – Simon Spillmann

Zurecht nennt sich dieses Eiscafé auch die Eismanufaktur. Anstatt Zutaten hinzuzufügen, was künstlich oder maschinell vorgefertigt wird, nutzt Simon für sein Eis die Schwarzwaldmilch, die regional von den Höfen aus dem Schwarzwald kommt. Auch der Joghurt wird aus der Schwarzwaldmilch hergestellt. Früchte wie etwa die Mangos, die für das Eis verwendet werden, sind bio und fairtrade und auch die Orangen kommen vom Lebensmittelladen Sonnengereift aus der Lorettostraße. Den Kaffee bezieht Simon von einer Rösterei, bei der er bereits in der Produktion dabei war und genau weiß, wie der Kaffee dort hergestellt wird. Auch das Brot für den leckeren Avocadotoast kommt vom Markt in Freiburg. 

Simon lebt nach der Philosophie, ein Produkt zu erstellen, was gut schmeckt und dass man dieses auch gerne verkauft. Auch, wenn es eine Kostenfrage ist, die Produkte aus der Region zu beziehen, so ist es Simon wert, dass die Kundinnen und Kunden den Schwarzwald herausschmecken und die regionale Zutaten wiedererkennen.

Neben den regionalen Zutaten und dem handwerklichen Geschick gibt es jedoch noch eine Sache, was die Eismanufaktur so einzigartig macht. Auf die Frage, welches denn sein Tageshighlight ist, antwortet Simon zufrieden: „Ich fühle mich wohl, gehe gerne zur Arbeit. Ich habe einen wunderschönen Arbeitsweg durch den Stadtgarten, leckeren Kaffee und ein tolles Frühstück jeden Morgen mit meiner Freundin“. Wir merken, Simon liebt das, was er tut, und das zeigt sich in jedem Gericht auf seiner Karte und in jedem Detail des Raumes.

 

Brezeln, Panini oder Pancakes – welche sind die beliebtesten Speisen? 

Der Avocadotoast und die Pancakes haben uns auf den Geschmack gebracht und auf eine Frage: Wir wollten wissen, welche Speisen besonders gut ankommen. Simon verrät, dass auf der Karte diejenigen Speisen aufgelistet sind, die bei seinen Gästen gut ankommen. Er setzt hin und wieder neue Kreationen auf die Karte, um etwas Neues zu bieten und behält die leckersten Speisen aus der Sicht seiner Gäste. Unser Tipp: Mit dem Avocadofrühstück entspannt das Wochenende genießen und sich verwöhnen! Jeden Samstag und Sonntag wird das herzhafte Frühstück angeboten. In Kombination mit einem Glas Prosecco auf der Terrasse sitzend lässt es sich umso besser schmecken.

Die Speisekarte bietet von Frühstück über Eis und den Klassikern alles, was das Herz der Gäste begehrt. Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Von Schoko-Ingwer bis Peanutbutter-Jelly – Alles was das Eisliebhaber-Herz begehrt!

Im Wochentakt neue Sorten zu erfinden klingt möglicherweise nicht besonders einfach. Aber genau das steht bei Simon an der Tagesordnung. „Es gibt Gäste, die kommen jeden Tag und haben oft schon alles durchprobiert“, gibt er zu. Aktuell muss sich Simon auf zwölf Sorten Eis beschränken und bietet deshalb gerne neue Variationen an, um den Kundinnen und Kunden etwas Ausgefallenes und vor allem Abwechslung zu bieten. Ob Schoko-Ingwer oder Oat Meal, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auf die Frage, ob Simon auch offen wäre für herzhafte Kreationen, lehnt er ab. Dennoch gibt er zu: „Aus Rehrücken mit Rosmarinsoße mache ich Brombeer-Rosmarin-Eis. Parmesaneis habe ich probiert, schmeckt ganz gut, könnte man machen.“

Außergewöhnliche Eissorten finden sich auch beim Herdermer Hock! In dessen Herz öffnet die Eismanufaktur einen Stand und zaubert den Besucherinnen und Besuchern ein Lächeln ins Gesicht. Letztes Jahr im Sommer ließen sich Gäste ein erfrischendes Aperol-Spritz-Eis oder ein spritziges Himbeer-Sekt-Sorbet schmecken. Neben diesen recht ungewöhnlichen Eiskombinationen, die bei den Gästen einen regelrechten WOW-Moment auslösen, gibt es jedoch eine altbewährte Eissorte, die sich als der absolute Favorit der Gäste herausstellt. Es ist das Vanilleeis der Eismanufaktur, über deren Produktion sogar ein Bericht des TV-Südbaden erschien. Verwunderlich ist das jedoch nicht, wenn man sich die Zutaten genauer anschaut: Schwarzwaldmilch und -sahne, echtes Eigelb und echte Vanilleschoten, welche tatsächlich selten bei Produktionen verwendet werden. „Selbst Menschen, die zunächst sagen, Vanilleeis schmeckt nicht, werden zu Vanilleliebhabern.“, beobachtet Simon.

Eine gelungene Kombination – Schoko-Ingwer und Peanutbutter-Jelly. Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Mit dem Blick in die Zukunft – Diese Projekte sind in Planung!

Ein Projekt wurde bereits realisiert: Mit der Auftischvitrine Eis vermieten! Ein Highlight auf Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und anderen Festen! Die Vitrine kann für Veranstaltungen aller Art gemietet werden. Drei Sorten Eis und 150-180 Kugeln Eis versüßen die Feier. Für nächstes Jahr überlegt sich Simon, einen ganzen Eiswagen einzurichten, der die Aufmerksamkeit an den Festen auf sich zieht. Ein Ziel von Simon in den nächsten Jahren ist es, eine weitere, kleine Verkaufsstelle hinzuzunehmen, in der ausschließlich Kaffee und Eis zum Mitnehmen verkauft wird. Auch mit einer Eisschule würde sich Simon einen kleinen Traum erfüllen. Dort möchte er zeigen, wie man gutes Eis produziert, welche Zutaten für die einzelnen Eissorten verwendet werden und woran man hochwertiges Eis erkenntAuch eine Kaffeeschulung steht auf seiner persönlichen Agenda. Das bereits Bestehende möchte er zudem optimieren:  Eine bessere Theke bauen, eine größere Eismaschine organisieren und die Abläufe verbessern.

 

Da sind wir gespannt, welche Pläne Simon in Zukunft realisiert und was uns noch erwartet! 

 

Foto-Credit Titelbild: StadtBESTEN