10. Dezember 2018

Weihnachtsmarkt – Stress für Hunde

Den Hund mit auf den Weihnachtsmarkt nehmen? Für viele erscheint das unproblematisch. Während wir uns die verschiedensten Stände anschauen, kann unser treuer Begleiter mitkommen und frische Luft schnappen. Doch das ist leider eine völlig falsche Annahme. Der Weihnachtsmarkt bedeutet für Hunde Stress pur und ein Ausflug dorthin schadet dem Vierbeiner viel mehr, als er nützt.

Des Menschen bester Freund ist bekanntlich ja der Hund. Kein wunder also, dass wir den Vierbeiner am Liebsten überall mitnehmen würden. So ein Besuch auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt erscheint da geradezu perfekt. Für den Hund bedeutet das frische Luft, Auslauf und jede Menge zu entdecken und wir Menschen können uns durchprobieren und das ein oder andere Weihnachtsgeschenk besorgen. Aber Vorsicht, dieser Eindruck täuscht. Weihnachtsmärkte können für Hunde sogar gefährlich sein.

Zu viele Eindrücke

Die vielen Lichter, verschiedenen Gerüche und Geräusche, das alles stresst Hunde enorm. Ihr Gehör ist so sensibel, dass es die Geräusche viel stärker und differenzierter wahrnimmt, als es das menschliche Gehör je könnte. Der Mix aus Stimmen und Musik, der uns auf Weihnachtsmärkten unweigerlich umgibt, tut dem empfindlichen Gehör der Hunde überhaupt nicht gut. Ein zusätzlicher Stressfaktor sind die vielen, teils aufdringlichen, Gerüche. Denn Raclette, Bratwurst und Glühwein haben eines gemeinsam: Sie riechen sehr intensiv. Gepaart mit den vielen Geräuschen sogt das dafür, dass die Vierbeiner schnell überfordert sind. Siewerden von zahlreichen Sinneseindrücken , die sie nicht ausblenden, umgeben.

Menschenmassen sind nichts für Hunde

Gerade für kleine Hunde können die vielen Menschen eine echte Gefahr bedeuten. Oft werden sie im Gedränge übersehen, angerempelt oder jemand stolpert über sie. Insbesondere der Freiburger Weihnachtsmarkt ist also nichts für Hunde. In Freiburg ist es sehr eng und vor allem abends sind so viele Menschen unterwegs, dass man kaum durch die kleinen Gassen zwischen den Ständen kommt. Daher ist es auch für große Hunde besser, wenn sie zu Hause bleiben.

Gefahren für die Gesundheit

Auf Weihnachtsmärkten kommt es schnell mal vor, dass Essen auf dem Boden landet. Auch wenn die Hunde sich darüber vermutlich im ersten Moment freuen, erwarten sie im Nachhinein – dadurch dass die angebotenen Speisen für Menschen und nicht für Hunde gedacht sind – Bauchschmerzen und eventuell sogar ein Tierarzt-Besuch. Auch Scherben, die sich am Boden befinden könnten, sind gefährlich. Nicht nur, dass sich die Hunde so leicht an den Pfoten verletzen können, sie könnten die Scherben sogar versehentlich verschlucken. Das kann lebensbedrohlich enden. Auch die Kälte, setzt den Hunden deutlich zu. Vor allem die Vierbeiner, die sehr kurzes Fell haben und diese winterlichen Temperaturen nicht gewohnt sind, frieren schnell. Das ist sehr unangenehm für Hunde.

Was, wenn es nicht anders geht? 

Wir und einige Tierschutzorganisationen und Tierheime empfehlen eideutig: Nehmt euren Hund nicht mit auf den Weihnachtsmarkt! Falls es allerdings nicht anders geht, sollte man zumindest darauf achten, den Markt zur Mittagszeit zu besuchen, wenn es nicht so voll ist. Außerdem empfehlen wir, einen kleinen Weihnachtsmarkt auszusuchen, der möglichst wenige Stressfaktoren birgt und den Besuch auf eine minimale Zeitspanne zu begrenzen. Solltet ihr bemerken, dass euer Hund eine ungewöhnliche Körperhaltung einnimmt oder sich unwohl fühlt, geht lieber mit ihm nach Hause.

Wir wünschen allen Hundebesitzern und ihren Hunden eine schöne und vor allem stressfreie Weihnachtszeit!

Quelle: Radio Regenbogen

Foto-credit Titelbild: istock/AleksanderNakic