17. März 2016

Urteil im „Neffenmord-Prozess“ in Freiburg gefällt

Das Landgericht Freiburg hat im Mordprozess gegen den 27-jährigen Angeklagten aus Rheinland-Pfalz entschieden. Er wird zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes verurteilt.

Aus einem Urlaub in Emmendingen wurde vergangenen Jahres im September eine Tragödie. Ein 27-Jähriger Rheinland-Pfälzer ermordete seinen achtjährigen Neffen heimtückisch im Schlaf und stellte sich hinterher der Polizei. Das Landgericht Freiburg verurteilt den Mann nun zu einer lebenslangen Haftstrafe.

Im Prozess wurde deutlich, dass der Angeklagte einen Selbstmord geplant habe. Seinen autistischen Neffen, zu dem er eine enge Bindung hatte, habe er aber nicht zurücklassen wollen. Aus diesem Grund habe er keine andere Möglichkeit gesehen, als auch ihn aus Liebe mit in den Tod zu nehmen, um dort mit dem Jungen vereint zu sein. Da der Mann den Achtjährigen im Schlaf erstochen hat, ist das Motiv der Heimtücke laut Gericht klar erkennbar und das Urteil Mord somit eindeutig.