16. April 2020

Sternschnuppengucken am Freiburger Nachthimmel

Ob im Sommer bei Lagerfeuer und einer Flasche Wein oder im Winter dick eingemummelt bei Tee: Die Naturschauspiele am Nachthimmel zu beobachten erfreut immer wieder Jung und Alt. Auch wenn die Bedingungen perfekt scheinen, eignen sich manche Nächte besser als andere. Wir von StadtBESTEN haben für euch zusammengefasst, warum das so ist und wann ihr die meisten Sternschnuppen beobachten könnt.

Im Volksmund genannte ‚Sternschnuppennächte‘, auch Meteorenschauer genannt, können entstehen, wenn die Erde auf dem Lauf um die Sonne in die Nähe einer Kometenbahn gelangt oder sie annähernd kreuzt. Die Kometen verlieren in Sonnennähe andauernd einen Teil ihrer Masse in Form von Gas und Staub, von Gesteinsstücken und sonstigen kleinen Partikeln. Haben diese eine bestimme Größe, verglühen sie beim Eintritt in die Atmosphäre und sind für den Menschen als Sternschnuppe am Nachthimmel zu erkennen. Die Farbe der Sternschnuppe wird bestimmt durch die chemische Zusammensetzung der Partikel, die verglühen. So sorgt Eisen für gelbliches Licht, Calcium für violett und für grünliches Licht ist eine hohe Konzentration von Nickel oder Magnesium erforderlich. Die Partikel verteilen sich im Laufe der Jahrtausende über die gesamte Bahn des Kometen, weshalb ein Meteorstrom meist jährlich an der Stelle wiederkehrt, an der die Erde den Bereich dieser Materiewolke durchfliegt.

Die Sternschnuppen scheinen alle aus demselben Punkt zu stammen, welchen man Radiant nennt. Daher kommt auch die Namensgebung der Meteorenschauer, da diese meist nach dem Sternbild benannt sind, in dem dieser Radiant liegt. Kommen die Sternschnuppen also aus dem Radianten, in dem das Sternbild „Zwilling“ liegt, nennt man sie Geminiden.

Wann welche Meteorschauer zu sehen sind und in welchen Nächten ihr die meisten sehen könnt, seht ihr hier:

21./22. April: Lyriden

5./6. Mai: Eta-Aquariiden

12./13. August: Perseiden

8./9. Oktober: Draconiden

20./21. Oktober:  Orioniden

16./17. November: Leoniden

13./14. Dezember: Geminiden

21./22. Dezember: Ursiden

Hier noch ein paar Tipps, wie ihr die meisten Sternschnuppen seht: Wählt am besten eine lichtarme Umgebung, legt euch flach auf den Rücken und schaut gerade in den Himmel. Damit ihr die perfekte Stelle finden könnt, ist es sinnvoll, hier einmal nachzuschauen, wo in eurer Region die lichtärmsten Stellen sind. Der Mond als zusätzliche Lichtquelle am Himmel ist auch ein Faktor, der mit einbezogen werden sollte: Je kleiner der Mond, desto dunkler der Himmel und desto besser der Blick auf die Sterne. Die meisten Sternschnuppen seht ihr in den frühen Morgenstunden, da sich die Erde zu dieser Zeit ‚entgegen‘ der Sternschnuppen bewegt. Wer den Nachthimmel genießen möchte ohne das Haus zu verlassen, kann mal einen Blick auf Stellarium, eine App, die einen realistischen 3D-Himmel, so wie man ihn mit bloßem Auge, Fernglas oder Teleskop sehen kann, zeigt. Wir wünschen euch viel Spaß und freie Sicht!   [ Foto-Credit: Christopher Swiatkowski, Instagram]

Quelle: https://www.timeanddate.de/astronomie/sternschnuppe/alle