15. August 2018 Seid gespannt – Die Mind Arena kommt nach Freiburg!

Seid gespannt – Die Mind Arena kommt nach Freiburg!

Der Begriff Escape Room ist für euch kein Fremdwort? Dann solltet ihr jetzt auf keinen Fall wegklicken! Denn wir stellen euch hier nicht nur das neueste Gameformat aus dem Rätsel- und Knobelbereich vor, sondern unterhalten uns außerdem mit dem Entwickler der Mind Arena und dem Geschäftsführer von FindOut Games Meinolf Morczinietz darüber, wie die Entwicklung eines solchen Spielkonzepts ausgesehen hat und warum sich die Knobelbranche einer solch großen Beliebtheit erfreut! [Anzeige]

Meinolf Morczinietz war vor fast fünf Jahren einer der ersten in Freiburg und Umgebung, der mit seinem Unternehmen FindOut Games einen Escape Room eröffnete. Nach einigen Jahren auf dem Markt, ist das Spielformat nun Vielen ein Begriff und so wagte sich Meinolf Morczinietz daran, ein ganz neues Spiel zu entwickeln: die Mind Arena.

Wie Meinolf Morczinietz betont, ist die Mind Arena kein Escape Room, da sie einen anderen Ablauf hat und sowohl für kleinere, aber eben auch (und das im Gegensatz zum klassischen Escape Room) für große Gruppen geeignet ist. Außerdem ist sie im Aufbau überaus mobil, weshalb sie auch beim Kunden vor Ort gespielt werden kann. Hier also schon mal das erste wichtige Stichwort, das die Mind Arena auszeichnet: Flexibilität. Außerdem bietet die Mind Arena mehr Herausforderungen und verlangt mehr unterschiedliche Fähigkeiten als “nur” Kommunikation und Logik.

Deshalb lautet die Empfehlung von Meinolf Morczinietz eindeutig:

„All diejenigen, denen Escape Rooms bislang Spaß gemacht haben, und die etwas neues ausprobieren wollen, sollten der Mind Arena auf jeden Fall einen Besuch abstatten!“ – Meinolf Morczinietz

Ene Mene Miste – wer öffnet am schnellsten die Kiste?;)

Was können wir uns denn genau unter einer Mind Arena vorstellen? 

Achtung Spoiler: Es wird keine Spoiler geben! 😉 Denn natürlich sollen alle mit den gleichen Chancen ins Spiel starten – wo wären da sonst der Spaß und die Herausforderung? Ein paar Fakten zum Spielaufbau und -ablauf dürfen aber schon vorab verraten werden.

So wird gespielt:

Zu Beginn des Spiels bekommt jedes Team ein Tablet, auf dem sich die eigens für das Spielformat entwickelte App befindet. Ein Spiel dauert 90 Minuten, es ist zeitlich genau abgetaktet und wird durch einen virtuellen Moderator, der den Spielern die Anweisungen gibt, begleitet. Der virtuelle Moderator wird über eine mp3-Datei abgespielt, die in die App integriert ist. Es werden im Wechsel an insgesamt sechs Stationen jeweils zehn Minuten lang Rätsel gelöst – insgesamt 22 Stück – und fünf mal sechs Minuten lang Geschichten angehört, analysiert und Fragen beantwortet. Im Gegensatz zum Escape Room, wo man unter Umständen auch vor Ablauf der Zeit das Spiel erfolgreich beenden kann, gehören bei der Mind Arena die kompletten 90 Minuten zum Spielablauf dazu.

“Erfahrungsgemäß wollen viele nach den 90 Minuten gar nicht mehr aufhören, sondern würden am liebsten weiterspielen. Das ist die Resonanz, die wir oft von unseren Besuchern erhalten” – Meinolf Morczienitz

Begleitet wird das Spiel von einem virtuellen Moderator, der den Ablauf über eine eigens für die Mind Arena entwickelte App steuert.

Mitspielen darf so gut wie jeder. Die meisten Besucher sind zwischen 20 und 35 Jahren alt. Allerdings sind zum Beispiel auch Zehnjährige dabei, die mit ihren Eltern oder Lehrern kommen, oder aber auch ältere Gäste.

“Für uns ist es faszinierend zu beobachten, welche spannenden Ideen zum Beispiel Jugendliche im Alter von 14 oder 15 Jahren entwickeln, die uns Erwachsenen nie in den Sinn kommen würden. Bei älteren Teilnehmern ist oft die Lebenserfahrung ein Vorteil.” – Meinolf Morczinietz

Bei der Mind Arena können sechs Teams mit jeweils maximal acht Personen gleichzeitig spielen, also insgesamt knapp 50 Personen.

“Im Gegensatz zu einem Escape Room sprechen wir mit der Mind Arena also auch größere Gruppen an, wie Firmen, Vereine oder Schulklassen. Aber natürlich kommen zu uns auch Freunde, Familien und viele Junggesellenabschiede, letztere allerdings sehr saisonal schwankend, also vor allem zwischen April und August.” – Meinolf Morczinietz

Die optimale Größe für ein Team sind fünf bis sechs Personen.

“Bei weniger Teilnehmern fehlen manchmal dann doch ein oder zwei Gehirne. Bei sieben oder acht Personen muss zusätzliche Energie aufgewendet werden, um eine gute Kommunikation zu ermöglichen und alle zu Wort kommen zu lassen. Auf der anderen Seite steigt hier natürlich mit Anzahl der Gehirne auch die Anzahl der Ideen.” – Meinolf Morczinietz

Kommunikation, Logik, Merkfähigkeit… Bei den zahlreichen Rätseln und Aufgaben werden verschiedenste Fähigkeiten gefordert. Gewinnen kann am Ende nur das Team, das gemeinsam nach Lösungen sucht.

Im Verlauf der Mind Arena werden Rätsel gelöst, Fragen zu Geschichten bearbeitet und Bonusfragen aus dem Bereich Allgemeinwissen beantwortet. Am Ende gewinnt diejenige Gruppe, die in unterschiedlichen Bereichen wie Kommunikation im Team oder Merkfähigkeit am besten abgeschnitten hat. Bei der Punktevergabe schneiden die Gruppen ganz unterschiedlich ab.

“Alle Ergebnisse, die grob über 10.000 Punkten liegen, sind richtig gut. Grundsätzlich gibt es nach oben keine Grenzen, denn es gibt so viele Möglichkeiten, Punkte zu erspielen – zum Beispiel über Bonusfragen. Den bisherigen Rekord stellte eine Gruppe auf, die aus verschiedensprachigen Teilnehmern bestand und das Spiel auf englisch spielte. Sie haben kein einziges Mal Hilfe in Anspruch genommen und die meisten Rätsel ganz alleine gelöst.” – Meinolf Morczinietz

Aufgrund der Fülle an Anforderungen und Aufgaben lässt sich die Mind Arena auch ein zweites Mal spielen, ohne dass es langweilig wird.

Wie uns Meinolf Morczinietz verrät, ist gute Kommunikation – sowohl verbal als auch nonverbal – ganz wichtig und macht rund 60 Prozent des Erfolges aus. Das Spiel kann den Zusammenhalt eines Teams fördern. Anhand des Spiels lässt sich auch beobachten, wie die einzelnen Teilnehmer interagieren, welche Rolle sie während des Spiels einnehmen, wie sie sich ihren Mitspielern gegenüber verhalten und wie mit den Ideen der anderen Mitglieder umgegangen wird.

“Interessant zu beobachten ist zum Beispiel: Schafft es das Alphatier sein dominantes Wesen zurückzuhalten, den anderen Teammitgliedern zuzuhören und deren Meinung Gewicht beizumessen? Vielleicht wird die Dominanz sogar dahingehend kanalisiert, sich durchzusetzen, um dem zurückhaltenden Mitglied der Gruppe Gehör zu verschaffen. Wir hatten schon ein paar Mal Feuerwehrleute zu Besuch bei uns. Die haben ganz hervorragend abgeschnitten. Das ist aber ganz klar. In dem Beruf ist Kommunikation das A. und O. Und das konnten sie dann sehr gut auf das Spiel übertragen.” – Meinolf Morczninietz

Wie entwickelt man ein solches Spiel?

Meinolf Morcznietz ist Entwickler und Urheber der Mind Arena. Ursprünglich wollte er ein Spiel entwickeln, das für mehrere Spieler geeignet ist, als es beim Escape Room der Fall ist. Die Idee zur Mind Arena kam ihm um Weihnachten 2015. Mit zwei Freunden und seiner Frau machte er sich an die Ausarbeitung und Umsetzung seiner Idee. Insgesamt dauerte die Entwicklungsphase eineinhalb Jahre einschließlich unzähliger Besprechungen, Konzeptionierungen und Tests. Am Ende entstand ein weltweit einzigartiges Produkt, das mittlerweile, dank Lizenzverträgen, an 22 Standorten in ganz Deutschland gespielt wird. Neben weiteren Expansionsplänen, sollen in den kommenden Jahren auch neue Mindsets mit neuen Rätseln und neuen spielbegleitenden Geschichten erscheinen.

Uns interessiert natürlich ganz besonders, was denn die größte Herausforderung bei der Entwicklung des Spiels war?

“Die einzelnen Rätsel zu schreiben ist das eine. Sie so zu schreiben, dass sie von einer durchschnittlichen Gruppe in der vorgegebenen Zeit gelöst werden können, sie aber trotzdem eine Herausforderung darstellen, das ist schon etwas komplizierter. Die andere Herausforderung war es, den Ablauf richtig zu durchdenken und so zu gestalten, dass das Spiel, im Zusammenhang mit der Steuerung und mit der Entwicklung der App, am Ende für die Spieler ohne Unterbrechung läuft, dass die Stationen zwischen den Gruppenwechseln rechtzeitig hergerichtet werden können, und all das mit schönen und packenden Übergängen – alleine dieser Abschnitt hat uns ein halbes Jahr Arbeit gekostet.” – Meinolf Morczinietz

Für alle Fans von Knobelspaß und Rätsellösen: die Mind Arena!

Wie wir also schon erfahren haben, erfolgt die Steuerung des Spiels über die eigens für die Mind Arena entwickelte App bzw. über ein Tablet, das jedem Team zur Verfügung gestellt wird. Trotzdem sind immer zwei Mitarbeiter von FindOut Games während der Spiele vor Ort, die zum Einen die Stationen wieder herrichten, aber auch Kontakt zu den Spielern aufnehmen (können), um zum Beispiel auch mal eine kleine Hilfestellung zu leisten, wenn Bedarf besteht. Dieser direkte Bezug zum Gast fehlt bei einem Escape Room zum Beispiel auch.

Nach Waldkirch bekommt nun also auch Freiburg eine eigene Mind Arena: immer Samstags und Sonntags kann in einem eigens dafür angemieteten Raum der DanceEmotion in der Freiburger Innenstadt gespielt werden. Unter der Woche stehen den spielfreudigen Gästen die Türen aber natürlich nach wie vor in Waldkirch offen. Diese räumliche Nähe der zwei Standorte ist nicht selbstverständlich, denn grundsätzlich wird darauf geachtet, dass sich die einzelnen Standorte und Lizenzpartner nicht in Konkurrenz zueinander treten.

Sind die Mind Arena und auch all die anderen Gamingformate nur eine Modeerscheinung, ein Trend, an dem die Menschen schon bald wieder das Interesse verlieren werden?

“Ich glaube sehr wohl, dass diese Art von Kommunikation, unter Zeitdruck Rätsel zu knacken, so besonders ist und Menschen an einem Punkt berührt, womit sie gerne ihre Zeit verbringen und dafür auch Geld ausgeben. Menschen sind von Natur aus neugierig. Schon Columbus ist aufgrund seiner Neugier in Amerika gelandet. Und es ist eben diese Neugier, die Menschen auch dazu bewegt, die Boxen der Mind Arena zu öffnen. Im Gegensatz zu Formaten aus dem Bereich Virtual Reality liegt der Mehrwert bei der Mind Arena und anderem in der Haptik, die ja bei uns eine sehr wichtige Rolle spielt.” – Meinolf Morczinietz

 

Worauf wartet ihr also noch? Seid wie Columbus – auf zu neuen (Spiel)Ufern! WIR sind auf jeden Fall schon sehr neugierig und werden das Spiel, sobald der Standort in Freiburg eröffnet hat, für euch testen! Wer nicht so lange warten möchte, ist bei FindOut Games in Waldkirch herzlich willkommen!

 

Alle weiteren wichtigen Infos findet ihr auf der Homepage – hier explizit zu den Teamevents – und bei Facebook!

Foto-Credit: FindOut Games