7. Dezember 2018 RestaurantTEST Weihnachtsmarkt-Special: Dessert

RestaurantTEST Weihnachtsmarkt-Special: Dessert

Wir waren für euch auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt und haben den Nachtisch mal genauer unter die Lupe genommen. An fünf zufällig ausgewählten Ständen haben wir Süßspeisen getestet und sind zu einem durchaus vorzeigbaren Ergebnis gekommen. Eingeteilt ist unsere Bewertung in vier Kriterien: Atmosphäre, Temperatur, Geschmack und Preis/Leistung.

Donut Café – Stand 92

Donuts mit warmer Vanillesoße – einfach nur lecker! Foto-Credit: StadtBESTEN

Atmosphäre: Auf dem Unterlindenplatz findet ihr das Donut-Café. Besonders angenehm an diesem Standort ist, dass er sich etwas abseits befindet und man so dem Trubel ein Stück weit entgehen kann. Neben dem Stand gibt es zudem einen kleinen Stehtisch, an dem man seine Donuts essen kann.

Temperatur: Wir haben unsere Donuts mit warmer Vanillesoße gegessen. Das hat dafür gesorgt, dass die Donuts insgesamt angenehm warm waren. Wir könnten uns aber durchaus vorstellen, dass die Donuts mit einer kalten Sauce oder Puderzucker nur lauwarm sind und dementsprechend nicht ganz so fabelhaft schmecken. Die Donuts, die jedoch direkt aus der Maschine kamen, waren richtig schön heiß.

Geschmack: Die Donuts waren außen sehr knusprig und innen schön locker. Das Ganze war gleichmäßig gebacken und hatte eine ansprechende Farbe. Auch die Vanillesoße war lecker und nicht zu süß, wir können jedoch keine Aussage darüber treffen, ob sie selbstgemacht war oder nicht.

Preis-Leistung: Zehn Donuts mit warmer Vanillesoße kosten 5 Euro und sind somit alles andere als billig. Da sie aber auch echt lecker waren, haben wir den Kauf in keiner Weise bereut. Nimmt man allerdings eine kleine Portion nur mit Puderzucker und ohne Vanillesoße, zahlt man vier Euro. Damit sind sie zwar 50 Cent teurer als im letzten Jahr, preislich aber noch im Rahmen.

Crêpes am Kartoffelmarkt – Stand 101

Eine unglaublich fluffige Waffel haben wir bei „Crêpes am Kartoffelmarkt“ gekauft. Foto-Credit: StadtBESTEN

Atmosphäre: Direkt neben dem „Riesenrad“ am Freiburger Kartoffelmarkt befindet sich dieser Stand. Hier bekommt ihr sowohl Crêpes als auch Waffeln mit den verschiedensten Toppings und Soßen. Das Gute an diesem Stand ist, dass nebendran genügend Platz ist, sodass man dort auch mit einer größeren Gruppe problemlos essen kann. Die Mitarbeiter sind sehr nett, was sich auch positiv auf die Atmosphäre ausgewirkt hat.

Temperatur: Sowohl die Crêpes, als auch die Waffeln werden einzeln frisch zubereitet. Das heißt sie sind sehr heiß, kühlen aber recht schnell ab, sodass man keine Schwierigkeiten beim essen hat.

Geschmack: Definitiv die besten Crêpes, die wir auf dem Weihnachtsmarkt finden konnten. Auch die Waffeln schmecken schön luftig und nicht zu trocken. Für unseren Geschmack war etwas viel Zimt und Zucker auf der Waffel, sodass sie sehr süß geschmeckt hat.

Preis-Leistung: Bei 2,50 Euro für eine Waffel mit Zimt und Zucker kann man – zumindest auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt – nicht meckern. Die Waffel war relativ groß und die teuerste, die mit Kirschen und Sahne angeboten wird, kostet 4 Euro. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier völlig im Rahmen, vor allem weil dies der günstigste Nachtisch war, den wir finden konnten.

Bences Baumstriezel – Stand 66 in der Franziskanerstraße

Die Baumstriezel gibt es in verschiedenen Varianten. Wir haben ihn mit Zimt und Zucker genossen. Foto-Credit: StadtBESTEN

Atmosphäre: In der Franziskanerstraße befindet sich der rustikale Stand mit dem Namen Bencels Baumstriezel. Die verschiedenen Gewürze, mit denen man den Baumstriezel genießen kann, stehen auf Holztäfelchen geschrieben. Der Verkäufer ist supernett und aufmerksam und bietet Häppchen zum Probieren an. 

Temperatur: Die Baumstriezel werden vor Ort frisch zubereitet und in einem bestimmten Ofen gebacken. Man kann die süße Köstlichkeit, die übrigens aus Ungarn stammt, sowohl warm als auch kalt genießen. Der Verkäufer hat uns allerdings empfohlen, dass die Baumstriezel warm am besten schmecken. Man kann sie zwei bis drei Tage aufheben und im Backofen erwärmen.

Geschmack: Wir haben uns für die besonders süße Variante mit Zimt und Zucker entschieden, man kann ihn aber auch mit Kokos, Mandel, Haselnuss oder Kakao nehmen. Rein optisch sieht das Dessert auf jeden Fall sehr speziell aus und hebt sich definitiv von Waffel, Crépes und Co. ab. Der Teig ist außen leicht knusprig und innen locker warm, was wir besonders lecker finden. 

Preis-Leistung: Die besondere Spezialität hat auch einen besonderen Preis: 6 Euro kostet ein Baumstriezel und ist damit um 1 Euro teurer als im letzten Jahr, was wir definitiv zu viel finden. Der Baumstriezel ist zwar recht groß, dennoch finden wir den Preis für einen Nachtisch auf dem Weihnachtsmarkt etwas happig.

Crêpes – Stand 19 am Rathausplatz

Ein Crêpe mit Kinderschokolade – lecker aber schwierig zu essen. Foto-credit: StadtBESTEN

Atmosphäre: Für diejenigen, die es lieber ruhiger mögen ist dieser Stand eher nichts, denn auf dem Rathausplatz ist es sehr voll. Allerdings ist der Stand schön dekoriert und man befindet mitten im Geschehen.

Temperatur: Der Crêpe wurde direkt vor unseren Augen zubereitet und war dementsprechend heiß. Er ist aber recht schnell auf eine angenehme Temperatur abgekühlt, sodass man ihn ohne Probleme essen konnte.

Geschmack: Wir haben uns für einen Crêpe mit Kinderschokolade entschieden. Die zwei Riegel, die direkt auf den heißen Crêpe gelegt wurden, haben dafür gesorgt, dass er nicht zu trocken war. Allerdings sind die Kinderriegel nur langsam geschmolzen, sodass man anfangs kaum etwas von der Schokolade schmeckte und gegen Ende fast nur noch geschmolzener Riegel übrig war. Trotzdem war es sehr lecker.

Preis-Leistung: Mit 3,50 Euro war der Crêpe zwar nicht sonderlich günstig, jedoch für Weihnachtsmarkt-Verhältnisse in Ordnung. Der günstigste Crêpe kostet 2,50 Euro, auf diesem ist dann allerdings nur Zucker. Da der Crêpe ohne die Schokolade recht trocken war, wissen wir nicht, ob das ein guter Deal wäre. In der Form, in der wir ihn gegessen haben, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch ok.

Das Seinfeld – Stand 94

Kaiserschmarrn mit roter Grütze haben wir bei „das Seinfeld“ gegessen.  Foto-credit: StadtBESTEN

Atmosphäre: Bei „Das Seinfeld“ war relativ wenig los und es gibt auch genügend Platz, um den Kaiserschmarrn zu essen. Der Stand befindet sich am Unterlindenplatz und in der Umgebung gibt es den ein oder anderen Tisch, an dem man den Schmarrn essen kann. Abends ist es jedoch auch hier voll und die meisten Tische sind belegt. Die Verkäufer waren sehr nett.

Temperatur: Unser Kaiserschmarrn war leider fast vollständig kalt. Uns wurde allerdings angeboten, dass der Mitarbeiter ihn für uns, bei Bedarf, aufwärmt.

Geschmack:Positiv hervorheben lässt sich jedoch, dass die Portion großzügig war. Allerdings fanden wir den Kaiserschmarrn etwas zu süß. Man kann den Schmarrn auch mit Zimt und Zucker, Apfelmus oder Vanillesoße kombinieren. Dann kostet er zwschen 4 und 4,70 Euro.

Preis-Leistung: 4,50 Euro hat der Kaiserschmarrn gekostet. Diesen Preis finden wir zwar etwas hoch, jedoch bekommt man auch eine große Portion dafür.

Dampfnudel – Stand 31 am Rathausplatz

Wir haben die Dampfnudel mit Vanillesauce und Kirschen probiert. Foto-Credit: StadtBESTEN

Atmosphäre: Am gut besuchten Rathausplatz haben wir eine Dampfnudeln getestet. Der Stand mit niedlichen hölzernen Fensterläden ist vor allem für seine Schupfnudeln und Maiskolben bekannt und bietet reichlich Platz zum Schlemmen: Es gibt einen gemütlichen Innenraum mit Stehplätzen und außen entlang der Hütte kann man an einem Tresen essen. Die weihnachtliche Dekoration lädt zum Verweilen ein.

Temperatur: Die Dampfnudel hätte auf jeden Fall wärmer sein können. Auch die Vanillesauce war eher lauwarm, was bei einem Nachtisch, den man warm genießen sollte, sehr schade ist.

Geschmack: Wir hatten uns eine Dampfnudel mit Vanillesauce und Kirschen zum Probieren ausgesucht. Wir sind davon ausgegangen, dass die Kirschen auf oder um die Dampfnudel herum verteilt sein werden, das war leider nicht der Fall. Die Dampfnudel selbst aber war gefüllt,  allerdings weniger mit Kirschen, sondern viel eher mit etwas, das von der Konsistenz nach Marmelade aussah. Die Vanillesauce hat lecker geschmeckt, nur leider war sie ein bisschen zu kalt. Insgesamt hat die Dampfnudel etwas zu künstlich geschmeckt.

Preis-Leistung: Für 5 Euro ist die Süßspeise nicht gerade billig. Allerdings ist die Portion sehr groß, was wiederum den höheren Preis rechtfertigt.

Hier unser Fazit auf einen Blick:

Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern der Stände und wünschen allen Besuchern einen guten Appetit und viel Spaß auf dem Weihnachtsmarkt! 

 

Foto-Credit Titelbild: StadtBESTEN