23. April 2020

„Leere Stühle“ – Protestaktion der Gastrobranche in Freiburg

Diesen Freitag, am 24. April 2020, werden die Freiburger Gastronomen auf dem Platz der alten Synagoge Stühle aus ihren Restaurants und Hotels aufbauen und damit ihren Forderungen nach wirksameren Hilfen für die Branche Nachdruck verleihen und schließen sich somit der Protestaktion „Leere Stühle“ ihrer Dresdner Kollegen am vergangenen Freitag an.

Diesen Freitag, am 24. April 2020, werden die Freiburger Gastronomen auf dem Platz der alten Synagoge Stühle aus ihren Restaurants und Hotels aufbauen und damit ihren Forderungen nach wirksameren Hilfen für die Branche Nachdruck verleihen und schließen sich somit der Protestaktion „Leere Stühle“ ihrer Dresdner Kollegen am vergangenen Freitag an.

Ein starkes Zeichen zur Rettung der Branche

Dresden 20. April 2020: Hunderte Stühle aus Dresdner Restaurants standen am vergangenen Freitag für mehrere Stunden leer und verwaist vor der berühmten Kulisse der Frauenkirche. Rund lokale 530 Gastronomen hatten sich an der Aktion beteiligt, um auf die dramatische Situation der Branche angesichts des Corona-Shutdowns aufmerksam zu machen. „Die Kollegen in Dresden haben einen sehr kreativen Weg des Protests gefunden und mit den leeren Stühlen vor der Frauenkirche einen eindrucksvollen Hilferuf aus der Branche gesendet“, sagt Michael Kuriat, Präsident des Leaders Clubs Deutschland.  „Wir möchten daraus eine bundesweite Bewegung machen: mit so vielen Stühlen in so vielen Städten wie möglich.“

In Freiburg im Breisgau beteiligen sich unter anderem die Gastronomen Torsten Wagner und Robin Pfefferle sowie viele weitere Unternehmer an der Aktion. Torsten Wagner: „Wir wollen gemeinsam ein starkes Zeichen zur Rettung unserer Branche und unserer Betriebe setzen. Denn bei den jüngsten Verhandlungen zur Lockerung der Einschränkungen hat die Gastronomie überhaupt keine Rolle gespielt. Wir werden schlichtweg im Dunkeln stehen gelassen und steuern geradewegs in eine unglaubliche Katastrophe.“ Davon betroffen sind neben den deutschlandweit fast 2,5 Millionen Mitarbeitern auch die Industriepartner und ein Großteil der Kulturszene. Die Branche feiere nicht nur Après-Ski-Partys, betont Robin Pfefferle. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und durchaus in der Lage, wirksame Hygiene-Konzepte zur erarbeiten und umzusetzen. Aber dazu muss man mit uns reden und uns die Perspektive geben, diese schwierige Zeit überbrücken zu können.“

Vier Kernforderungen der Protestaktion:

1. Ein klarer Fahrplan für die Wiedereröffnung der mehr als 220.000 Betriebe
2. Einführung von 7% Mehrwertsteuer für das Gastgewerbe
3. Aufstockung von Zuschüssen für alle Unternehmensgrößen (bemessen an Steuererklärungen, um ehrlich wirtschaftenden Gastronomen gerecht zu werden)
4. Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 % UND Einführung des Kurzarbeitergeldes auch für Auszubildende

Ablauf der Protestaktion:

Am Freitag, dem 24. April, werden im Rahmen der Aktion „Leere Stühle“ zwischen 11 und 14 Uhr, ca 100-300 der Stühle auf dem Platz der alten Synagoge des Protests „LEERE STÜHLE“ in Freiburg, aufgestellt.

Organisiert wird dies aus „infektionsschutzrechtlichen“ Gründen nur von zwei Personen, aus diesem Grund kann leider niemand sonst teilnehmen. Wer auch mitmachen will, kann seine leeren Stühle(so viele wie möglich)  zwischen 10:00-11:00Uhr zu den Initiatoren an den Platz der alten Synagoge in Freiburg bringen. Auf jedem Stuhl sollte der Name des Betriebs, der Name des Inhabers oder der Mitarbeiter unddie Meinung/Gedanken/Gefühle in einem Satz auf einem Blatt Papier verfasst werden und dieser an der Stuhllehne befestigt sein. Das Organisationsteam kümmert sich dann um die Platzierung der Stühle. Eine Abholung findet dann zwischen 14 und 15 Uhr statt.

„Dabei wollen wir uns selbstverständlich an die gesetzlichen Vorgaben und Auflagen des Infektionsschutzes halten“, versprechen die Organisatoren. Die Presse ist herzlich eingeladen, die Aktion zu begleiten und Fotos zu machen. Als Ansprechpartner wird Torsten Wagner vor Ort sein. Es müssen Taten folgen „Unsere Forderungen sind seit Längerem bekannt“, sagt Torsten Wagner „Nur passiert ist bisher gar nichts. Wir waren die erste Branche, die geschlossen wurde und sind vermutlich die letzte, die wieder öffnen darf. Wir wollen selbstverständlich unseren Beitrag zur Bewältigung und Eindämmung dieser Krise leisten, aber unsere Existenz und die unserer Mitarbeiter muss gesichert werden.“ Robin Pfefferle: Dazu brauche es zusätzliche Unterstützung – unverzüglich und auf die Bedürfnisse der Branche zugeschnitten. „Die aktuellen Ankündigungen aus der Politik, eine Senkung der Mehrwertsteuer für das Gastgewerbe auf 7 % und weitere Hilfen in Erwägung zu ziehen, machen Hoffnung. Allerdings warten wir hier dringend auf Konkretisierungen. Es müssen jetzt schnell Taten folgen!“

Pressekontakt:
Torsten Wagner „Burger Chalet“ info@burger-chalet.de
Robin Pfefferle „YepaYepa“ hola@yepayepa.de