22. November 2016

Kaffeebecher mit Mehrwegsystem

Freiburg verwendet als erstes in Baden-Württemberg das Mehrwegsystem für Kaffeebecher und gehört zu den ersten Großstädten in ganz Deutschland die sich daran beteiligen.

Allein in Freiburg kommen im Jahr bis zu 12 Millionen Kaffeebecher nach einmaligem Gebrauch in den Müll. Das praktische an einem „to go“-Becher: Auf dem Weg zur Arbeit oder einem Termin genüsslich einen Kaffee trinken zu können ohne die Zeit zu verschwenden, sowie den Becher danach wegwerfen zu können und diesen nicht überall mit hin tragen zu müssen.

Für die Abfallwirtschaft sind die Becher ein wirkliches Problem, da diese im Restmüll landen und der Umwelt keinen Gefallen tun – denn Einwegbecher lassen sich nicht recyceln. Um das Problem der Einwegbecher anzugehen, haben sich die Abfallwirtschaft ASF und die Stadt zusammengetan und das Projekt „FreiburgCups“ entwickelt.

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Vorstellung des Freiburger-Cups von ASF-Geschäftsführer Michael Broglin und Umweltbürgermeistern Gerda Stuchlik.

Den „FreiburgCup“ gibt es seit dem 21. November 2016 gestartet in 15 Geschäften in der Freiburger Innenstadt für 1€ als Pfand. Die Mehrwegbecher werden selbst in Deutschland hergestellt. Laut Aussage der Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik wäre das Projekt insgesamt zu 80% gut gelöst, allerdings sei der Deckel mit den übrigen 20% der Hygiene verschuldet, da dieser weiterhin nur für den einmaligen Gebrauch geeignet sei. Der Becher selbst besteht aus spülmaschinenfestem Kunstoff und kann bis zu 400 Mal gewaschen und verwendet werden.

Insgesamt beträgt das Projektbudget mit allem drum und dran ca. 8000€. Die Laufzeit ist zunächst auf ein Jahr beschränkt, danach wird über den weiteren Verlauf entschieden. Damit das Mehrwegsystem zur Dauereinrichtung werden kann, liegt die Hoffnung bei den Freiburger Läden: Je mehr sich anschließen, desto besser und attraktiver für den Markt.

Die Freiburger Cups sind vor allem an die Studenten gerichtet. Auch vom Design her sind Gerda Stuchlik und ASF-Chef Michael Broglin guter Hoffnung, dass die Becher gut ankommen werden.

Foto-Credit: ASF

Aktions-Aufkleber Freiburger-Cup, Quelle: ASF

Die teilnehmenden Cafés und Bäckereien sind am Aktions-Aufkleber an der Ladentür erkennbar. Bisher bekannt sind diese Geschäfte:

  • Backcafé Kronenhaus (Werthmannstraße 15)
  • Bäckerei Lienhart (Schwabentorring 3 und Salzstraße 11, Kaufhof-Passage)
  • Bäckerei Pfeifle (Schiffstraße 12 und Oberlinden 18)
  • Café Aspekt (Bertoldstraße 26)
  • Café Auszeit (Belfortstr. 25  und Rempartstraße 9)
  • Café Domino (Konviktstraße 21)
  • Café Europa (im KG II, Platz der alten Synagoge 1)
  • Café Légère (Niemensstraße 8)
  • Café Libresso (in der Unibibliothek, Platz der alten Synagoge)
  • Café Sedan (Sedanstraße 9)
  • Café Senkrecht (im Uni-Innenhof, Platz der weißen Rose)
  • Heimatliebe Backshop (Bertoldstraße 44)
  • Kaisers Backstube (Bertoldstraße 25)
  • Schwarz + Wald (Rathausgasse 12)

Alle Geschäfte, die Lust darauf haben und bei dieser Aktion auch mitmachen möchten, können sich bei Dieter Bootz von der ASF per Telefon, 0761 76707-721 oder per E-Mail, bootz@abfallwirtschaft-freiburg.de melden.