29. September 2016 Furioso – was entsteht hier?

Furioso – was entsteht hier?

Da, wo vor einiger Zeit noch das Furioso am Funkeneck war, ist seit einiger Zeit Baustelle. Die gesamte Inneneinrichtung wurde herausgerissen und Alle wollen es wissen: Wie geht es weiter mit dem Furioso? Wir haben mit den neuen Betreibern Matthias Rotzler und Thomas De Ridder gesprochen.

Von: Sophie Kohoutek

Die Gerüchteküche brodelt – wird das Furioso umgebaut oder kommt etwas ganz Neues rein? Wir haben uns mit den neuen Barbetreibern gemütlich bei einem Bier Mitten in der Baustelle am Funkeneck getroffen und mit ihnen über ihre Pläne gesprochen.

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Schon bevor der ehemalige Betreiber des Furioso Frank Krieger vor Kurzem verstarb, hat er die Location am Funkeneck Matthias Rotzler (32) im August angeboten. Zusammen mit Thomas De Ridder (34), dem Betreiber der Bierhandlung, hat dieser schon länger nach einer passenden Location für eine Bar gesucht. Nun haben sie die Möglichkeit, die tollen Räumlichkeiten des ehemaligen Furioso umgestalten zu können. Und die Kombination der Betreiber verspricht das passende Know-how: Matthias Rotzler führt seit 11 Jahren mit Erfolg die Beat Bar Butzemann – mit nur 21 Jahren hat er damals die Kneipe im Stühlinger eröffnet – und Thomas De Ridder, Belgier und seit fünf Jahren Wahlfreiburger, leitete bereits in Berlin eine Bar und bringt mit seiner Bierhandlung ebenfalls einiges an Erfahrung und vor allem Lust am gastronomischen Betrieb mit.

Was ist das Konzept?
Rotzler und De Ridder legen viel Wert darauf, sich auf kein striktes Konzept festzulegen. Die neue Lokalität – der Name steht bisher noch nicht fest – soll schlicht eine echte, gemütliche Stühlingerkneipe werden. „Eine Kneipe für den Stühlinger sollte als Konzeptbeschreibung reichen“, so Matthias Rotzler mit einem Zwinkern. So bunt das Publikum in diesem Stadtteil ist, das man nicht in Kategorien stecken kann, gibt es keine strenge Zielgruppe. Weder Hipster-Craft-Bier-Bar, noch reiner Studententreffpunkt oder schicke City-Bar soll das neue Lokal am historischen Funkeneck werden. Als Hausbrauerei haben sie das Familienunternehmen in dritter Generation ausgewählt: Die Brauerei Lasser soll für das notwendige Bier in der Bar sorgen. 

Wird es Partyveranstaltungen geben?
Die beiden Gastronomen besitzen die Genehmigung für eine Schankwirtschaft. Also hier entsteht kein neuer Club, sondern eine einfache Bar. Trotzdem sind in dieser Genehmigung 12 Tanzveranstaltungen pro Jahr gestattet – wie und in welcher Form diese stattfinden werden, steht noch nicht fest. Im Bereich der ehemaligen „Raucherkammer“ entsteht eine Bühne für Kleinkunst und Konzerte. Das Zentrum der Kneipe wird ein sechs bis sieben Meter langer Tresen bilden, der gerade noch von einer Schreinerin gebaut wird. Und auch wenn das stickige Raucherzimmer mit Spielautomat nun schon nicht mehr zu erkennen ist: Geraucht werden darf trotzdem – aber diesmal im gesamten Lokal. Die „berühmten“ Furioso-Schnitzel sind auch Geschichte – Rotzler und De Ridder konzentrieren sich auf den Barbetrieb und werden höchstens Kleinigkeiten zu Getränken anbieten. 

T. De Ridder (v.l.n.r.) und M. Rotzler im ehemaligen Raucherzimmer des Furioso

T. De Ridder (v.l.n.r.) und M. Rotzler im ehemaligen Raucherzimmer des Furioso

Welche Musik wird gespielt?
Weder Schlager noch Pop – „Qualitätsmusik“ steht laut Thomas De Ridder auf dem Programm. Musikalisch wird es eher in die alternative Richtung gehen. Aber genauso wie das Publikum wird die musikalische Untermalung wandelbar sein und ähnlich wie in der Beat Bar von der jeweiligen Bedienung des Abends abhängig sein. „Aber die Bravo-CDs bleiben Zuhause“, lässt De Ridder mit einem Lächeln auf den Lippen verlauten.

Wie sieht es drinnen aus?
Bisher noch nach viel Arbeit. Allerdings ist das Furioso kaum wieder zu erkennen: Der Raum wirkt heller und erstmals fallen die schönen Holzbalken an der Decke auf. Im Raucherzimmer ist die bunte Wand übermalt und eine Ziegelwand ist sichtbar. Mit einem Holzkonstrukt ist der zukünftige Tresen angedeutet. Vor der Bar soll ein gemütlicher Außenbereich gestaltet werden. 

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Und wann geht es los?
Genauso wie mit Erwartungshaltungen wollen sich Matthias Rotzler und Thomas De Ridder nicht mit einem Eröffnungsdatum drängen lassen. „Step by step“, sagt Matthias Rotzler und trinkt verschmitzt von seinem Bier. Zunächst haben sie mit der Gestaltung der Innenräume noch einiges zu tun und wollen sich von keinem festen Termin Druck machen lassen.

Wir von StadtBESTEN sind gespannt auf die neue Stühlingerkneipe und halten euch weiterhin auf dem Laufenden! 

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