7. November 2018 Europa-Park will Seilbahn nach Frankreich bauen

Europa-Park will Seilbahn nach Frankreich bauen

Der Europa-Park in Rust plant nach seiner gigantischen Wasserwelt nun ein weiteres, dieses Mal grenzüberschreitendes Großprojekt: Eine Seilbahn zwischen Frankreich und dem Europa-Park soll Besucher und Mitarbeiter aus dem Elsass in den Park und wieder zurück bringen. Die Gondeln werden den Rhein und damit die deutsch-französische Grenze überwinden. Noch aber ist das Projekt eine Vision.

Seit vielen Jahren ist Deutschlands größter Freizeitpark nicht nur als attraktives Tourismusziel bekannt, sondern zugleich auch ein beliebter Treffpunkt für Menschen aus ganz Europa. Der Europa-Park zieht vor allem vermehrt Besucher aus unserem Nachbarland Frankreich an. Aus diesem Grund hat sich der Freizeitpark etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Eine Seilbahn, die beide Länder miteinander verbinden soll.

„Ein neues Tor zum Europa-Park“

Das Seilbahnprojekt, das zunächst lediglich eine Vision des Europa-Parks ist, soll die Anbindung der nahen Region Elsass verbessern. Der Europa-Park twitterte in diesem Zusammenhang, dass „ein Traum geboren wurde“ und dass das Projekt „ein neues Tor zum Europa-Park von Frankreich aus“ sein wird. Für Michael Mack ist es ein Projekt von symbolhafter Bedeutung. So kann die gemeinsame Seilbahn als eine Verbindung zwischen Frankreich und Deutschland betrachtet werden und damit das Zusammenwachsen dieser beiden Länder versinnbildlichen.

Die Strecke der Seilbahn

Wo genau die Seilbahn auf der französischen Seite enden soll, ist bisher noch nicht ganz klar. Zur Auswahl stehen derzeit die beiden Städte Rhinau und Diebolsheim. Die Fahrt soll nicht länger als 15 Minuten dauern. Die Strecke wird rund fünf Kilometer lang sein und wird womöglich das Naturschutzgebiet Taubergießen, ein rechtsrheinisches Auengebiet, überspannen. Diese Tatsache, so der Ortenauer Landrat Frank Scherer, könne noch Probleme bereiten, aber der Wille, das Projekt zu verwirklichen, sei auf jeden Fall da. Die Bahn soll das ganze Jahr über in Betrieb sein, die Gondeln sollen darüber hinaus in der kälteren Jahreszeit beheizt werden. Außerdem strebt die Inhaberfamilie Mack auf der französischen Seite die Realisierung von Übernachtungsangeboten an.

Die Europa-Park-Besitzer betonen, dass das Projekt nachhaltig und naturfreundlich sei und letztlich auch weitere Arbeitsplätze in Frankreich schaffen würde. Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur könnte des Weiteren stark entlastet werden. So verzeichnet der Europa-Park jährlich mehr als eine Millionen Besucher aus Frankreich. Darüber hinaus pendeln pro Jahr über 1.000 Mitarbeiter aus dem Elsass nach Rust.

Reaktionen von politischer Seite

Momentan werden noch Detailfragen mit den Behörden in Deutschland und Frankreich abgestimmt. Das Projekt und die Präsentation dieser Idee sind im Wirtschafts- und Finanzministerium in Paris sowie vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit Begeisterung aufgenommen werden. Auch auf deutscher Seite stimmte man dem grenzüberschreitenden Großprojekt freudig zu. Weitere Schritte werden mit allen Beteiligten erarbeitet und im Rahmen des Genehmigungsverfahrens geprüft.

Wir wünschen dem Europa-Park viel Erfolg bei der Umsetzung dieses Großprojektes und wir sind gespannt, was wir davon noch hören werden!

 

Quelle: Pressemitteilung Europa-Park, SWR aktuell
Foto-Credit: Abbildung ähnlich