27. Juli 2018 Einfach mal Abschalten bei der Freiburger ArtNight

Einfach mal Abschalten bei der Freiburger ArtNight

Wir haben letzten Mittwoch an der ArtNight in der Warsteiner Galerie teilgenommen und unsere ganz persönliche Frida Kahlo gestalten dürfen. Uns ist aufgefallen, dass es sich bei der ArtNight nicht nur um einen Malkurs handelt, sondern dass man dabei auch noch ganz easy entspannen kann.

Mit einem etwas unsicheren Gefühl betreten wir das gemütliche Lokal hinter der Unibibliothek. In der Warsteiner Galerie in einem holzgetäfelten Nebenraum stehen die Staffeleien schon bereit für einen bunten und kreativen Abend: Wir haben uns für die ArtNight angemeldet! Unsere Künstlerin für den Abend ist Sabrina Wilde, die noch die letzten Kleinigkeiten vorbereitet. Die bunten Tuben mit Acrylfarben stehen schon bereit, die Plastikbecher gefüllt mit Wasser, in die wir später unsere Pinsel eintauchen werden, befinden sich auf jedem Tisch. Pappteller, die uns während des Abends als Farbpalette dienen und auf denen wir wie wild die Farben mischen werden, werden ausgeteilt.

Die Acrylfarben stehen schon für ihren Einsatz bereit. Foto-Credit: StadtBESTEN

Nach und nach trudeln mehr und mehr Mutige in das kleine Räumchen ein, man kennt sich hier und da vom Sehen. Eines wird schnell klar: Es herrscht deutlicher Frauenüberschuss! Genauer gesagt sind wir nur unter Frauen, kein einziger Mann stellt sich an diesem Abend der Herausforderung, die Frida Kahlo auf die Leinwand zu bringen. Nachdem alle eingetroffen sind, beginnt die ArtNight und Sabrina führt uns in den Ablauf der ArtNight ein. Schritt für Schritt werden wir diesen Abend der Anleitung von ihr folgen, die uns immer wieder Tipps zu bestimmten Maltechniken gibt. Nachdem wir überlegt hatten, uns ein Gläschen Wein zu gönnen, um womöglich unsere Kreativität zu steigern, kommen wir dann aber aufgrund der heißen Temperaturen doch zu einem anderen, erfrischenderen Entschluss. Wir bestellen uns Wasser und Zitronen-Rosmarin-Limonade und sind nun bereit für alles Weitere, was kommen wird.

Künstlerin Sabrina Wilde erklärt den Ablauf der ArtNight. Foto-Credit: StadtBESTEN

Zunächst beginnen wir damit, den Grundriss des Selbstporträts von der wohl bekanntesten mexikanischen Künstlerin nachzumalen, indem wir die schwarz-weiße Vorlage hinter die Leinwand klemmen. Etwas spartanisch sieht das Ganze aus, aber es erfüllt auf alle Fälle seinen Zweck. Wir fühlen uns ein wenig in die Grundschulzeit zurück versetzt und überlegen, wann wir zuletzt etwas abgepaust haben. Mit dem Bleistift werden nun die schwarzen Linien nachgefahren, danach kommt zum ersten Mal an diesem Abend Farbe ins Spiel. Wir nehmen das wortwörtlich und überlegen nicht lange: Statt wie auf dem Vorbild die Grundlinien schwarz auszumalen, greifen wir zu komplett anderen Farben, nämlich Lila und Grün. Damit tanzen wir zwar etwas aus der Reihe, stoßen aber auf keinerlei Widerstand, sondern eher auf das Gegenteil: Wir erfahren mehr und mehr Zustimmung, dass wir etwas ganz Individuelles aus unser Vorlage kreieren.

Etwas ganz Individuelles schaffen und dabei Spaß zu haben ist das Ziel der ArtNight. Foto-Credit: StadtBESTEN

Wir drücken allerlei Farben aus den Tuben, tupfen, wischen, fluchen zwischendurch mal kurz, wenn ein Pinselstrich daneben geht. Anfangs noch geplauscht über Gott und die Welt, verstummen wir immer mehr und mehr, vergessen unsere Alltagssorgen, schalten einfach ab und sind ganz in den Bann der Kunst gezogen. Sabrina weist immer wieder darauf hin, dass wir mit etwas mehr Wasser arbeiten sollen, damit könne man zum Beispiel fließende Übergänge erzeugen. Wir probieren das aus und kommen zu einem tollen Ergebnis: Die Farben verlaufen, was einen besonders schönen Effekt erzielt.

Die einzelnen Farben werden auf Papptellern gemischt. Foto-Credit: StadtBESTEN

Nach etwa einer Stunde soll eine Pause eingelegt werden, doch es fällt uns schwer, den Pinsel abzulegen und uns von der Leinwand loszureißen. Schließlich schaffen wir es doch, uns von unseren Plätzen zu trennen und schauen über die anderen Kunstwerke drüber. Wir sind erstaunt von so vielen Varianten und begeistert, welche unterschiedlichen Farbkombinationen gewählt wurden. Nach und nach werden die ersten Kunstwerke fertig, die letzten Pinselstriche werden vorgenommen und die letzten Tipps von Sabrina eingeholt. Am Ende strahlen alle gemeinsam und erleichtert mit ihren Kunstwerken für ein Gruppenfoto in die Kamera.

Wir finden, dass die Idee der ArtNight auf jeden Fall super umgesetzt wurde. Wer mal von seinem stressigen Alltag Abstand braucht, kann auf den ArtNights zur Ruhe kommen, abschalten und einfach mal kreativ werden.

Vielen Dank an unsere Künstlerin Sabrina Wilde, die uns den gesamten Abend mit ihrer Tipps und Tricks zur Seite gestanden ist. Es war toll!

Foto-Credit: StadtBESTEN