30. Juni 2015

Eine Hommage an Nils Petersen

Johannes Mees und EB Resch hatten eigentlich vor ein Gesuch zu schreiben. Wir wollten aufzeigen, warum der SC Freiburg Nils Petersen kaufen muss und Nils den Sportclub braucht. Das sich die Erfüllung unseres Wunsches kurzerhand verselbstständigt hat, präsentieren wir nun eine Hommage an den Mann, der sich in unsere Herzen geschossen hat.

WARUM DER SC FREIBURG NILS PETERSEN KAUFEN MUSSTE:

Trotz der Tatsache angehende Lehrer zu sein, sparen wir uns Basissatz, Einleitung, Hauptteil und Fazit und antworten mit einem einfachen: Darum! Nils und Freiburg passen wie die Faust aufs Auge, wie die Brezel zur Lauge, wie… lassen wir das.

Was für jeden Fußball-Liebhaber offensichtlich ist, möchten wir an dieser Stelle nochmal ausformulieren, damit auch der Letzte in dieser Stadt begreift, warum dieses Wochenende eines zum Feiern war. Ein Blick auf die Statistik sollte genügen: Elf Scorerpunkte in zwölf Spielen, alle 42 Minuten eine Torbeteiligung. Diese Effektivität sticht durch ihre Einzigartigkeit heraus. Die Zeit, die Nils braucht um seine Tore zu schießen, benötigt CR7 um seine Haare zu föhnen und sich Gedanken über seine nächste Frisur zu machen. Dreierpack in seinem ersten Spiel für Freiburg in einer Halbzeit, um sich anschließend mit einem Kasten Bier zu vergleichen. Wegen dieser Bescheidenheit lieben wir dich Nils! Dieser Satz kann nur von einem Spieler kommen, der bei „FIFA“ in der Rubrik „Charakter“ mehr Punkte aufweisen kann, als der komplette Kader des HSV. Die Aussage mit dem Kasten Bier weisen wir vehement zurück. Nur ein Nils Petersen stiehlt sich so gekonnt von seinen Gegenspielern weg, sodass er völlig „unbemerkt“ zum Abschluss kommen kann. Nicht wenige Gegner sehen ihn ein ganzes Spiel nicht, weil er das Wegstehlen vom Gegner in einer Perfektion zur Ausführung bringt, die zumindest in Europa unerreicht bleibt. Er spielt seine Position nahe an der Perfektion. Egal wie gut du dich auf dem Platz versteckst – der Junge ist dir meilenweit voraus. Man wird dich ni(l) speter sen als Nils Petersen!
Fragen sie mal die Abwehrspieler von Eintracht Frankfurt. Die wussten bis zum 1. Tor von Nils nicht einmal, dass dieser für den SC Freiburg spielt. Schon Christian Streich predigt immer wieder: übsch, machsch, spielsch und stielsch dich weg!

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Und an alle, die meinen, Nils würde in der zweiten Liga unterklassig spielen: ihr habt vollkommen Recht! (Kommt „Berater“ eigentlich von „Raten“?) Aber das würde er auch in der ersten Liga. Um Nils fußballerischen und charakterlichen Qualitäten gerecht zu werden müsste man eine neue Liga gründen. Jenseits der Championsleaugue. Doch da Fussball ein Mannschaftssport ist und Menschen noch nicht geklont werden können, steht eines fest: Der gute Nils wird sein ganzes Leben unterklassig spielen. Anders ausgedrückt, er wird nie Gegnern (Kurze Frage in diesem Zusammenhang: Wo sind die Gegnaz?) auf Augenhöhe begegnen. Und somit kann er sich getrost im schönen Breisgau vergnügen und seine Gegner an der Nase herumführen!

Auch die gesamte Konkurrenz, inklusive der Medien, war sich sicher, dass Nils niemals beim SC bleiben wird. Niemals also? Sag niemals Nils – es sei denn im selben Atemzug mit dem Sportclub Freiburg.
Fragt man einen Fan des SC Freiburg nach seinen schönsten drei Erlebnissen dieses Jahr, bekommt man immer eine ähnliche Antwort: Nils Petersens Verpflichtung, Nils Dreierpack in einer Halbzeit und Nils Gänsehautmoment gegen den großen FC Bayern. Nach seinem Tor gegen Bayern lagen sich Erwachsene Männer in den Armen und weinten. Allen war klar. Egal was danach passiert – diesen Moment kann ihnen keiner mehr nehmen. Manche Momente kann man nicht kaufen. Nils Petersen musste man kaufen. Gerne auch mit Mastercard. Gerade um solche unbezahlbaren Augenblicke zu erleben. Nils bleib uns lange erhalten! Wir brauchen Dich und Du brauchst uns. Du wirst hier zur Legende werden. Man wird Dir ein Denkmal bauen! Der gute Berthold kommt auf seinem Brunnen schon ganz schön ins Schwitzen…