Die Nixe vom Mummelsee

„Mummel“ ist eine badische Bezeichnung für jene mystischen Wasserwesen, die in Flüssen und Tümpeln hausen und mit ihrem wundervollen Gesang Menschen verführen und in den Tod reißen sollen. Eine ganz ähnlicher Mythos existiert über den Mummelsee – er spielt im Jahre 1873.

Der wartende Jüngling

In der Nähe Mummelsee bei Achern, im Jahre des Herrn 1873.

Siegfried der Hirtenjunge blinzelte in die sich langsam einfärbende Abendsonne. Er hatte keine Möglichkeit sich einzureden, dass es noch nicht zu spät sei. Inzwischen waren die schlanken Schatten der dunklen Tannen so lang, dass sie die Lichtung überspannten. Der hechelnde Hans war es inzwischen müde über die Wiese zu tollen. Der große Komodor-Rüde legte sich seinem Herrchen zu Füßen und atmete schwer. Siegfried streichelte dem Hund durch seine langen Haare und schüttelte enttäuscht den Kopf. „Sie kommt nicht mehr,“ seufzte er. Noch immer hatte er das Lied im Kopf, das Lieschen ihm in den letzten Tagen vorgesungen hatte.

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