6. September 2019

Der zauberhafte Weg zum Mathisleweiher

Wir gehen an Wiesen, Wäldern und Felsen vorbei bis er mit seinem bernsteinfarbenen Wasser vor uns liegt: der Mathisleweiher. Auf unserem Rundweg halten wir einige der schönsten Momente von Hinterzarten zum Mathisleweiher für euch fest!

Unser Ausflug führt uns zunächst ins beschauliche Hinterzarten. Nicht um uns das Skimuseum anzusehen oder durch das schöne Städtchen zu bummeln, sondern um von hier aus unsere Wanderung im schönen Schwarzwald zu starten. Das Ziel ist der mystische Mathisleweiher. Als wir am Startpunkt überlegen, welche Route wir genau nehmen sollen, wissen wir noch nicht, wie begeistert wir am Ende sein werden!

Los geht’s!

Wir fahren circa eine halbe Stunde mit dem Auto von Freiburg bis nach Hinterzarten. Aber auch die Anbindung mit dem Zug ist sehr gut. Das Auto stellen wir auf einen Parkplatz an der Erlenbruckerstraße, direkt am Wanderweg. Die Parkkosten für fünf Stunden betragen vier Euro. In der Nähe des Parkplatzes befindet sich auch der Erlebniswald für Kinder und ein großer Spielplatz. Wir folgen den Schildern in Richtung Mathisleweiher. Bis dorthin sollen es 3,5 km sein. Wir sind gespannt auf den Weg, der uns erwartet!

Wir folgen ein Stück dem Säbelthomaweg, einem berühmten Weg, der nach dem „Säbelthoma“ benannt wurde. Im 19. Jahrhundert lief er diesen Weg und verkündete die neusten Nachrichten aus Hinterzarten und der näheren Umgebung.

An Kuhweiden vorbei in den Stuckwald. Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Wir gehen am Spielplatz den Waldweg in Richtung Martisleweiher. Nach ein paar Metern bergauf geht es links ab, immer der roten Raute nach. Der Weg führt uns noch einmal nach Hinterzarten rein, am Hotel Sonnenberg vorbei, einen kleinen Pfad wieder hoch in den Wald.

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Auf der einen Seite Felder und Kuhweiden, auf der anderen Seite kühler Schatten vom Wald. So idyllisch! Die Sonne strahlt und der Boden riecht nach warmen Tannennadeln und Heu. Wir atmen tief durch und genießen die Ruhe!

Foto-Credit: StadtBESTEN

Über Stock und Stein

Die Strecke ist schattig und abwechslungsreich, perfekt für den warmen, sonnigen Samstagmittag. Der Weg schlängelt sich durch Wiesen und Wälder, an Felsen und kleinen Weihern vorbei. Hinter jeder Ecke erwartet uns ein neuer, unerwarteter Anblick und versetzt uns in Begeisterung!

Die Route ist gut ausgeschildert und verläuft ein Stück über den Westweg. Wir folgen den gelben Rauten und gehen über Stock und Stein auf dem verwunschenen Weg.

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Große, von Moos überwachsene Findlinge und steil abfallende Hänge tun sich vor uns auf. Meistens laufen wir auf breiten Waldwegen, nur ab und zu werden sie schmaler und sind von dichtem Grün überwuchert. Immer wieder kreuzen wir Lichtungen, um dann wieder in den kühlen Wald einzutauchen.

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Es ist so schön, da vergeht die Zeit wie im Flug! Nach einer knappen Stunde kommen wir an einer Wegkreuzung an. Von da aus sind es nur noch  500 m den Berg runter und schon erreichen wir den Mathisleweiher!

Wegweiser. Foto-Credit: StadtBESTEN

Mathisleweiher

So schön, wie der Mathisleweiher mit seinem bernsteinfarbenen Wasser vor uns liegt. Das Naturschutzgebiet „Eschengrundmoos“ grenzt an das Westufer des Sees. Der zwei Hektar großer Moorsee im Schwarzwald ist ein wirklich schöner Ausflugstipp!

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Der Zartenbach und weitere kleine Bachzuläufe versorgen den Mathisleweiher mit frischem Wasser. Die wunderschöne goldene Farbe des Wassers fasziniert uns. Wir freuen uns schon darauf, hineinzuspringen!

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Wir haben uns wohl das schönste Fleckchen des Ufers ausgesucht. Ein paar Steine ragen ins Wasser. Von hier aus gelangt man gut in den See, wenn man eine Runde schwimmen möchte. Man sollte allerdings besonders auf die Steine unter Wasser Acht geben.

Der Weiher bietet eine wahre Abkühlung. Das Wasser hat bestimmt nicht mehr als 17 Grad. Das Schwimmen ist an dieser Seite des Ufers erlaubt! Die Sonne fällt direkt dorthin und wir können uns in ihr aufwärmen.

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Woher kommt der Name des Mathisleweihers? Er ist nach dem nahegelegenen Mathislehof benannt, dieser wiederum nach dem Vornamen des Bauers Mathias Rombach, der dort im Jahr 1736 lebte. Heute gehören der Weiher und der Mathislehof, die Mathislemühle und der Mathislewald der Müller-Fahnenberg-Stiftung der Universität Freiburg

Foto-Credit: StadtBESTEN

Mathislehof

Weiter geht’s! Die angrenzenden Wanderwege sind über eine Spange mit dem Mathisleweiher verbunden und berühren das Ostufer. Wir entscheiden uns dafür, einen anderen Rückweg einzuschlagen. Wir finden einen steil aufwärts verlaufenden, wurzligen Weg in Richtung Hinterzarten. Den Schildern nach liegt eine Strecke von circa 3,5 km vor uns.

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Wir gelangen auf eine Waldstraße und folgen dem Silberbergweg in Richtung Mathislehof. Bei der ersten Gabelung halten wir uns links, bei der zwieten rechts. Wir kommen an einem Wanderparkplatz vorbei. Dieser ist perfekt, falls man näher beim Mathisleweiher parken möchte.

Der Mathislehof. Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Nach einem wunderschönen Weg über Felder, erreichen wir den Mathislehof. Er ist von saftigen Wiesen umgeben und befindet sich auf einem kleinen Hügel. Der Mathislehof bietet hausgemachten Apfelsaft zur Erfrischung, frischen Käse aus eigener Herstellung und hervorragend klingende Vesperplatten an. Da sollte man Hunger mitbringen! Da wir aber reichlich gepicknickt haben, erkunden wir den kleinen Hofladen.

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Am Mathislehof mit seinem wunderschönen Gemüsegarten und einigen Kühen und Kälbchen kann man so richtig das Landleben genießen. Auch eine regelrechte Dorfberühmtheit gehört zum Hof: der Ochse Filou.

Filou, der Ochse. Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Filou zieht den Karren beim jährlichen Fastnachtsumzug. Der tonnenschwere aber sehr sanftmütige Koloss steht mit seinen Mädels auf der Weide.

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Zurück nach Hinterzarten

Wir folgen der geschwungenen Straße zurück in Tal, vorbei an glücklichen Kühen und wunderschönen Schwarzwaldhöfen. Das Einzige, was man hört, sind ihre Glocken und das Zirpen der Grillen.

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Diese wunderschöne Kapelle des Nachbarhofs hat uns verzaubert!

Die Straße, der wir folgen, bietet sich auch für kleinere Ausflüge an. Am unteren Ende befindet sich ein Wanderparkplatz, von dem man durch diese wunderschöne Landschaft hoch bis zum Mathislehof spazieren kann. Gerade auch mit Kindern können wir uns das gut vorstellen. Einfach eine tolle Strecke!

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Auf der gut befestigten Straße gehen wir bis ins Dorf. Ein laues Lüftchen sorgt etwas für Abkühlung. Hinterzarten ist schon in Sichtweite.

Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Es geht immer bergab, an der Kesselmühle vorbei, ein Stück durch Hinterzarten, wieder zum Erlebniswald. Insgesamt sind wir vier Stunden unterwegs, die Pause mit eingerechnet. Bei dieser Wanderung durch den wunderschönen Schwarzwald sind wir definitiv begeistert und verzaubert worden.

Blick auf Hinterzarten. Foto-Credit: StadtBESTEN

 

Infos:

Strecke: Säbelthomaweg, Stuckwald, Mathisleweiher, Silberbergweg, Mathislehof, Kesslerhofmühle, Hinterzarten
Länge: ca. 7,5 km
Schwierigkeit: Ausgedehnter Sonntagsspaziergang
Ausrüstung: Festes Schuhwerk, Schwimmsachen, Kamera, Vesper

 

Das war ein gelungener Ausflug. Einfach zauberschön!

 

 

Foto-Credit: StadtBESTEN