14. Oktober 2019

10 Tipps für eine erfolgreiche WG-Suche

Es ist Anfang Oktober und so steht für viele nicht nur das Wintersemester vor der Tür sondern auch die Wohnungssuche. Wir haben uns an unsere Erfahrungen bei der WG-Suche erinnert und wollen euch einige Tipps geben – zumindest in dem, was ihr nicht tun solltet.

Tipp 1: Nicht nur eine WG anschreiben

Wohnungen sind in Freiburg ungefähr so beliebt wie Liegestühle am mallorquinischen Pool im August. Kleiner Unterschied: Im Freiburger Fall hilft es nicht schon vor dem Frühstück ein Handtuch über das Wunschobjekt zu schmeißen. Daher schreibt am besten nicht nur eine WG an, sondern guckt euch vielfältig um und rechnet immer auch damit in einem nervigen Gruppencasting zu landen.

Tipp 2: Nicht sagen, dass ihr Erstis seid 

Die tendenziell unbeliebteste Gruppe von Mitbewohnern ist natürlich ausgerechnet die, die zum Semesterstart die größte ist: richtig, die Erstis. Häufig kommen die Jungspunde ohne Lebenserfahrung direkt von zu Hause, wo im Zweifel Mama, die älteren Geschwister oder jemand anderes die alltäglichen Aufgaben übernommen hatte. Die Tatsache einfach verschweigen? Eher schwierig. Aber vielleicht könnt ihr ja damit überzeugen, schon früher immer Haushaltsaufgaben übernommen zu haben.

Tipp 3: Fragen, was passiert, wenn man mal den Putzdienst vergisst

Eine Frage, die sich auf keinen Fall für das erste Treffen eignet. Jede WG hat das Problem, in so einem Fall nicht wirklich durchgreifen zu können. Daher sollte man sich mit dieser Frage am besten erst einmal zurückhalten – gerade weil es so wirkt, als ob ihr keine Lust habt überhaupt sauber zu machen. Letztendlich ist es mit dem Putzen aber doch immer ein wenig wie beim Zahnarzt: Man hat zwar überhaupt keine Lust darauf, muss aber manchmal einfach durch.

Tipp 4: Mit Mama kommen

Eine WG ist für die Meisten auch gleichbedeutend mit zum ersten Mal alleine leben. Und gerade deswegen braucht ihr Mama auch nicht zur Besichtigung mitzubringen. Natürlich wollen die Eltern wissen, wo ihr dann einmal wohnen werdet, aber das geht auch noch später. Seine potentiellen Mitbewohner lernt man viel besser kennen, wenn Mama nicht dabei ist. No Sexism – Papa darf genauso zu Hause bleiben.

Tipp 5: Nur 10 Minuten Zeit haben

Einige „Experten“ neigen dazu, sich Besichtigungstermin nach Besichtigungstermin zu legen. Auch wenn ihr von weiter weg anreist, lasst euch gesagt sein: Nehmt euch Zeit. Ihr kommt nicht nur um einmal kurz in Zimmer, Küche und Bad zu schauen, sondern um eure potentiellen neuen Mitbewohner kennenzulernen, und dafür braucht man nun mal mehr Zeit als ein paar Minütchen zwischen Tür und Angel.

Tipp 6: Nicht ohne Genussmittel kommen

Klingt komisch, ist aber so. Bringt am besten ein Sixpack Bier oder falls Alkohol nicht so euer Ding ist, zumindest eine Tüte Chips mit. Denn, das macht nicht nur einen guten Eindruck und wirkt spendabel, sondern schafft eine Situation, in der man sich kurz einmal hinsetzt und sich unterhalten kann. Die Atmosphäre wird dadurch häufig deutlich angenehmer und lockerer, was das Kennenlernen erheblich erleichtert.

Tipp 7: Mittelalterlicher Schwertkampf ist kein gutes Hobby

Ihr werdet bei fast jedem Besichtigungstermin auch einmal über Hobbys reden. Im besten Fall habt ihr erstmal überhaupt welche. Wenn euer Hobby allerdings mittelalterliche Rollenspiele oder das Bildersammeln von japanischen Unterwäschemodels ist, denkt daran, dass damit nicht jeder unbedingt etwas anfangen kann und ihr daher erst einmal komisch rüberkommen könntet. Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht ratsam sich großartig zu verstellen.

Tipp 8: Fragen, wo man sein Schlagzeug hinstellen kann

Auch Schlagzeug spielen ist eine Freizeitbeschäftigung, die man vielleicht nicht bei der ersten Begegnung erwähnen muss. Das Instrument ist super laut und auch wenn ihr sagt, dass ihr nur tagsüber spielst, kommt die Frage, wo man sein Schlagzeug hinstellen kann bei der Besichtigung vielleicht nicht unbedingt gut an.

Tipp 9: Freiburg ist nicht uncool 

Bächle sind miese Stolperfallen, Umweltschutz wird echt übertrieben und wo soll man im provinziellen Freiburg eigentlich feiern gehen? – Sowieso ist Freiburg einfach ein doofes Pflaster. Wenn hier keine Uni wäre, würde doch wohl echt keiner freiwillig herziehen! Falls ihr so über unsere Dreisammetropole denkt – aufgepasst! Die meisten Bobbele aber auch die Zugezogenen, die hier wohnen, tun dies gerne! Euren Hass auf Freiburg könnt ihr euch also direkt wieder abgewöhnen, denn der ist ungefähr so passend wie das Treffen des Ex-Partners beim ersten neuen Date.

Tipp 10: Sagen, dass einem eigentlich drei andere WGs besser gefallen haben

Wer all unsere Tipps bis hierher beachtet hat, sollte grundsätzlich schon einmal gute Karten haben. Allerdings lauern auch bei der Verabschiedung noch Gefahren: Aussagen wie, man freut sich von den Leuten zu hören sind dabei sicherlich geschickter, als zu sagen, dass einem noch drei andere WGs besser gefallen haben, man aber notfalls trotzdem einziehen würde. Aber wer so weit gekommen ist, macht hier bestimmt keinen Fehler mehr!

 

Wir wünschen allen Wohnungssuchenden viel Erfolg bei der Suche!

 

Foto-Credit Titelbild: istock.de/Simon_Dux