14. Februar 2018 Top 10 Fasten-Ideen

Top 10 Fasten-Ideen

Früher war die Zeit zwischen Fasnacht und Ostern die Zeit, in der gläubige Christen für 40 Tage lang fasteten und nur abends aßen - wobei Fleisch und Alkohol Tabu waren. Es war die Vorbereitungszeit auf Ostern, der Auferstehung Christi. Heutzutage wird die Fastenzeit häufiger dafür genutzt, sich seiner Abhängigkeit von etwas bewusst zu werden, sich davon zu befreien und mit “schlechten” Gewohnheiten zu brechen - wenn auch nur für ein paar Wochen.

Tatsächlich tut es in unserer Gesellschaft des Überflusses gut, mal auf bestimmte Dinge zu verzichten. Doch das müssen nicht immer nur Fleisch oder Alkohol sein… Deshalb haben wir hier für diesjährige Fastenzeit vom 14.Februar bis 29.März 2018 ein paar Alternativen für euch zusammengestellt. Könntet ihr auf eine davon 40 Tage lang verzichten?

1. Smartphone

Wie wäre es mal mit persönlichen Besuchen und Gesprächen, statt einem Anruf? Oder mal einen Brief schreiben statt einer kurzen WhatsApp-Nachricht? Ihr werdet merken, dass das “Digital Detox” nicht nur dazu führt, dass ihr eure Freunde öfter siehst, sondern man sich auch viel besser konzentrieren kann, weil man nicht ständig abgelenkt ist. Außerdem werdet ihr auf einmal viel mehr Zeit für wirklich nützliche Dinge haben, wenn Facebook nicht mehr eure Zeit “frisst”. Wann wart ihr zum Beispiel das letzte mal an der Dreisam spazieren oder seid zum Wasserschlösschen gelaufen? Und mal Hand aufs Herz: Muss man wirklich minutengenau darüber informiert sein, was die Freunde gerade so machen?

 

2. Zucker 

Auch sehr beliebt zur Fastenzeit ist der Verzicht auf Süßes. Wer dabei richtig diszipliniert ist, lässt nicht nur die Schokolade bei der Arbeit oder das süße Teilchen beim Bäcker weg, sondern auch den Zucker im Kaffee oder die süße Cola zwischendurch. Wusstet ihr übrigens, dass auch in vielen anderen Produkten, von denen man es nicht denken würde, eine Menge Zucker enthalten ist, Ketchup zum Beispiel?

 

3. Alkohol

Der Klassiker nach den wild durchfeierten Fasnachtstagen. Für 40 Tage lang mal darauf zu verzichten ist sicherlich pure Erholung für die Leber.

4. Fernseher

Foto-Credit: Stefan Whazzup

Genauer gesagt, Verzicht auf ständige Reizüberflutung und Berieselung. Wer Fernseher (und Netflix und co.!) mal ausschaltet, kommt zum Nachdenken. Was ihr denn dann abends machen sollt, fragt ihr euch? Wie wäre es zum Beispiel mit einem guten Buch oder einfach mal den Schlaf nachholen, den ihr für die letzte Staffel “Game of Thrones” geopfert habt? Und wir wetten, es ist auch schon wieder Ewigkeiten her, seit ihr das letzte mal einen Sonnenuntergang auf dem Schlossberg genossen habt…

 

5. Shopping

Foto-Credit: Der Lichtklicker

Oder besser Konsumverzicht. Was kaufen wir nicht alles, was wir eigentlich gar nicht brauchen? Wie wäre es deshalb mal für 40 Tage lang nichts im Vorbeigehen zu kaufen, keine Shoppingtouren auf der KaJo, keine Spontankäufe? Du kannst dir stattdessen notieren, was du dir gerne gekauft hättest und die Fastenzeit abwarten, ob du es wirklich brauchst. Der ein oder andere Fehlkauf bleibt dir damit mit Sicherheit erspart und wird deinen Geldbeutel freuen.

 

6. Kaffee

Kennt ihr das auch? Man hangelt sich täglich in der Uni oder im Büro von einem Koffeinschub zum nächsten. Es ist nicht leicht, aber wie wäre es stattdessen mal damit, deinen eigenen Schlafbedürfnissen gerecht zu werden, statt sich immer aufzuputschen? Frische Luft hilft übrigens auch oft Wunder. Also raus mit euch! Vielleicht mal wieder auf den Lorettoberg?

 

7. Rauchen

Es ist mit Sicherheit nicht leicht, aber wer es schafft, für 40 Tage lang auf Zigaretten zu verzichten, bekommt ein völlig neues Körpergefühl – Denn schon nach drei Monaten verbessert sich die Durchblutung merklich und die Lungenkapazität steigt um bis zu 30 Prozent. Und wer weiß, wenn man die 40-Tage-Hürde erstmal geschafft hat, fängt man vielleicht gar nicht mehr damit an?

 

8. Fleisch

Ein weiterer Klassiker in der Fastenzeit ist der Verzicht auf Fleisch. Damit entsagt ihr nicht nur der Massentierhaltung, sondern lernt vielleicht ganz neue vegetarische Rezepte, die ihr sonst nie probiert hättet. Und falls ihr nicht so gerne kocht, mangelt es in Freiburg ja auch nicht an vegetarischen Restaurants. Womöglich reduzierst du so ja auch auf lange Sicht ein bisschen deinen Fleisch-Konsum und tust damit nicht nur dir, sondern auch noch der Umwelt etwas Gutes. 

 

9. Snoozen

Wer kennt es nicht: Der Wecker klingelt (wie immer viel zu früh) und man drückt automatisch auf “snooze”. Und nochmal auf “snooze”. Und nochmal…….. und im Endeffekt ist man doch genauso müde, als wäre man schon beim ersten Mal aufgestanden. Dabei bedeutet das ständige snoozen eigentlich nur Stress für den Körper. Nimm dir deshalb doch einfach mal vor, beim ersten Klingeln aufzustehen. Neeein, nicht aufspringen und gleich das große Licht an! Erstmal an den Bettrand sitzen tut es auch und du wirst sehen, dass du damit eine Menge Zeit sparst am Morgen.  

 

10. Ausreden

Ihr habt Ausreden für jeden der oben genannten Vorschläge? Dann macht doch mal 40 Tage Schluss mit den Ausreden! Ihr seid zu platt, um euch noch mit einer Freundin an der zu treffen? Dann sagt ihr das doch einfach – Sie wird euch schon kein Bein ausreißen. Und die kleine Wolke am sonst so blauen Himmel ist auch kein Grund, warum ihr nicht an der Dreisam joggen gehen könntet…

 

Egal, für was ihr euch letztendlich entscheidet – wir drücken euch auf jeden Fall die Daumen!

 

Foto-Credit für das Beitragsbild: Andreas Böhler