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CINEMA EXIL – Filme machen Fremde zu Freunden

  • CINEMA EXIL – Filme machen Fremde zu Freunden

Freiburg ist eine Filmstadt mit einem großen Arthouse Kinoprogramm, das eine Vielfalt an Lebenswelten und Geschichten auf die Leinwand bringt. Geflüchtete organisieren mit jungen Menschen aus Freiburg ein Festival und stellen Filme aus ihrer Heimat im Kino vor. Sie zeigen so einen bedeutsamen persönlichen Ausschnitt der Kultur aus ihrem Herkunftsland. 

In Freiburg leben derzeit ca. 4000 Flüchtlinge. Viele Ehrenamtliche engagieren sich in der Flüchtlingshilfe und leisten einen Beitrag, um Menschen ein Ankommen in der fremden Kultur zu ermöglichen. Sie kommen darüber in Kontakt mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und lernen diese kennen. Oft stehen die Not und der tägliche Bedarf im Mittelpunkt. Wichtig ist jedoch, die Menschen jenseits der Fluchterfahrungen mit ihren Erfahrungen, Potenzialen und Kompetenzen wahrzunehmen. Neben der Erstaufnahme und sozialen Leistungen gibt es auch kulturelle Angebote für Flüchtlinge.

In den Herkunftsländern der Flüchtlinge gibt es jeweils eine eigene Film- und Fernsehgeschichte. Jeder wurde durch die Filme und Sendungen sozialisiert. Diese Kinokultur aus anderen Ländern kennen zu lernen, erlaubt einen anderen Blick auf die Menschen und ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Hier setzt das Festival CINEMA EXIL an und macht die Flüchtlinge so zu Gastgebern in einem fremden Land.

Die Idee: CINEMA EXIL holt die Flüchtlinge aus der Nische in die Mitte der Gesellschaft.

Geflüchtete organisieren mit jungen Menschen aus Freiburg ein Festival und stellen Filme aus ihrer Heimat im Kino vor. Sie zeigen so einen bedeutsamen persönlichen Ausschnitt der Kultur aus ihrem Herkunftsland.

Die Kinobesucher wiederum haben die Chance Flüchtlinge als einzelne Menschen mit neuen Facetten ihrer Kultur und auf Augenhöhe kennen zu lernen.

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Das Festival CINEMA EXIL

Am 17. & 18. September zeigen Geflüchtete eine Auswahl von Filmen aus ihren Herkunftsländern, die für sie bedeutsam waren oder ein Lebensgefühl zum Ausdruck bringen, mit dem sie sich identifizieren. Im begleitenden Filmgespräch stellen sie sich und ihren persönlichen Bezug zum Film vor. Unterschiedliche Dialogplattformen sollen das Festival begleiten, denn die Begegnung und der Austausch sind wichtiges Anliegen des Festivals (z.B. Festivalcafé, Ausstellung, Konzert, Podiumsdiskussion, Kurzworkshops).

Der Filmemacher Jakob Reinhart und die Medienpädagogin Irene Schumacher leiten die Gruppe, bestehend aus acht jungen filminteressierten Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Ghana und Nigeria an, ein Filmfestival auf die Beine zu stellen, Filme auszuwählen und das Marketing hierfür zu organisieren.

Das Freiburger Harmonie Kino, zentral in der Innenstadt gelegen, konnte für das Festival als Veranstaltungsort gewonnen werden.

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Ziele

Das Integrationsprojekt will Toleranz, Kulturaustausch und interkulturelle Öffnung fördern und damit einen Beitrag leisten, um kulturelle Vielfalt in Freiburg sichtbar zu machen.

Das Programm des Filmfestivals sowie die Ticketauswahl und weitere Informationen sind auf der Internetseite Friedrichsbau Kino zu finden.

Das Projekt CINEMA EXIL wird von Kommunikation und Medien e.V. und ArTik e.V. in Kooperation mit Partnern vor Ort umgesetzt. Finanziert wird das Vorhaben von der Jugendförderung und dem Kulturamt der Stadt Freiburg, der MFG Filmförderung BW, der Landesanstalt für Kommunikation und der Landeszentrale für Politische Bildung Freiburg.

Zur Kontaktaufnahme und Anmeldung von Gruppen wenden Sie sich bitte an:
Irene Schumacher vom Verein Kommunikation & Medien schumacher@kommunikation-und-medien.de

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